Mir geht es nicht anders als Ihnen. Wenn Sie sich bis zu diesen Zeilen durchgeklickt haben, suchen Sie vielleicht einen Hinweis, dass die Veränderungen, die so heftig an die Pforten unseres Seins klopfen, in Ordnung sind. Das sind sie wohl, soviel kann ich heute sagen, denn schon lange habe ich die Gewissheit: Das Universum macht keine Fehler und so sehe ich bei allen Repressalien die diese „C-Krise“ ausmachen eine immense Chance.

Nicht nur der Virus, sondern mein Schicksal hat mich zugegebenermaßen schon wiedermal ausgesprochen rüpelhaft dazu eingeladen, mich neu zu erfinden. Ich habe ein weiteres Kleid ausgezogen, um meiner Essenz näher zu kommen. Ich mache das aber nicht an einem kleinen Virus fest, wie soviele, sondern sehe darin einfach eine globale Korrektur dessen, was bis dahin alles schiefgelaufen ist. Schier endlose Wachstumskurven, der Wahn, immer höher, weiter und schneller nach vorne zu streben – das konnte so nicht gutgehen und wir bekommen vom Kosmos Chaos geschenkt, um uns neu zu sortieren. Wir dürfen fragen: Was ist wirklich wesentlich? Für was stehe ich als Mensch, als Unternehmer/in, als Mitglied dieser Gesellschaft?

Spüren wir diesen Fragen nachen, dann merken wir schnell: Es liegt Wandel in der Luft. Unternehmen, Organisationen, Gemeinschaften funktionieren nach den alten Mustern immer weniger. Neben dem erforderlichen Know-how wird die Sehnsucht nach Sinn immer größer und ist in den Köpfen junger Menschen, die ihren Beruf wählen wollen, eine nicht wegzudenkende Größe erreicht. Know-why ist der Begriff für den Paradigmenwechsel. Unternehmen setzen sich mit ihren Zielen auseinander, mit dem Sinn ihres Tuns, mit den Menschen im Betrieb, mit deren Talenten und Gedanken, ja sogar mit deren Empfindungen. Gesucht werden Potenziale, Teamgeist, Kultur und ein neues Miteinander. Hierachische Strukturen scheinen kein Überlebensgarant zu sein.

 

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